5 einzigartige Orte für dich und dein Zelt in Portugal

5 einzigartige Orte für dich und dein Zelt in Portugal

Warum wir nach Portugal wollten?

„Portugal ist so ein tolles Land“ – „In Portugal gibt’s sauleckeres Essen“ – „Besonders für Naturliebhaber hat Portugal sehr viel zu bieten“ – „Lissabon, Porto, Coimbra – megageile Atmosphäre und superlebendige Städte“ – nach all den Aussagen verschiedenster Leute hatten wir entsprechend hohe Erwartungen an das kleine Land, das zu Unrecht in den Schatten Spaniens gestellt wird. Die beiden Länder teilen sich zwar die Iberische Halbinsel, sind jedoch beide komplett verschieden.

Wir wollten uns selbst davon überzeugen, warum so viele Leute anfangen zu schwärmen, wenn sie von Portugal reden. Und zwar nicht – wie vielleicht der erste Gedanke – Hotel oder Hostel buchen und 2 Wochen Strandurlaub mit ein paar Ausflügen hier und da.

Nein, wir wollten Portugal von der Straße kennenlernen. So richtig authentisch mit allem Drum und Dran. Und wir wollten Zelten in Portugal.

Let the roadtrip begin

Mitten im September hatten wir uns die heißeste Zeit zum Reisen durch Portugal ausgesucht. Was jedoch zumindest unser Vorhaben, komplett nur mit Auto und Zelt durch das Land zu reisen, erheblich erleichterte.

Mehr zu unserer Campingausrüstung und dem Zelt erfährst du hier.

Bevor wir nach Portugal fuhren, hatten wir die letzten Tage in Sevilla verbracht. Wer da schon mal war, im August in Sevilla, der weiß: Es war heiß! Kochend heiß!

Wir hatten vorgehabt, mehrere Tage dort zu verbringen, doch nachdem wir zwei Tage tagsüber im abgedunkelten und klimatisierten Zimmer verbrachten und die Stunden bis zum kühleren (nur noch 30 °C) Abend zählten, entschlossen wir uns kurzerhand, früher als geplant nach Portugal zu flüchten.

Schock: Campingplatz Nr. 1

Wir also ab in unseren treuen VW Polo und auf nach Portugal. Relativ bald hinter der Grenze suchten wir nach einem schönen Campingplatz. Da es langsam dunkel wurde, mussten wir nehmen was kam.

Kurzum: Wir landeten auf einem großen, lauten, überfüllten Touri-Campingplatz mit Dauercampern (die hatten sogar Blumentöpfe vor ihren Wohnwagen stehen), Poolparty und Hochzeitsgesellschaft inklusive.

O-Ton Viktor: „Mein Gott, wie auf einem Festival hier!“

Jo, das traf es ziemlich gut. Wir mussten unser kleines Zelt zwischen die bereits vorhandenen Zelte der anderen Camper quetschen und unser Auto abseits parken. Der einzige Unterschied zu einem Festival war, dass die Leute nicht alle betrunken waren.

Direkt morgens früh haben wir unsere Sachen gepackt und die Biege gemacht. Bei einem kleinen Frühstück haben wir uns hingesetzt und im Internet nach ruhigeren Naturcampingplätzen gesucht. Und dabei sind wir auf den in Portugal relativ verbreiteten „Campismo rural“ und eine ganze Reihe an tollen Plätzen gestoßen, die lustigerweise alle eins gemeinsam hatten. Aber dazu später mehr.

Da wir diese Orte durch ihre Abgelegenheit in der Natur und gerade für Reisende mit Zelt und ohne Camper oder Van toll finden, möchten wir sie gerne mit dir teilen. Mach dich bereit für eine große Portion Natur, Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und tolle Menschen.

Ach ja, in Portugal kann es auch durchaus praktisch sein, wenn man niederländisch kann. Portugiesisch wird da überbewertet.

  1. Quinta de Odelouca

AUF EINEN BLICK

Preis pro Nacht:      

Anzahl Zeltplätze:          

Services:                           

Besonderheiten:

 

17,00 €

25

Waschmaschine, kostenloses Wlan, Strom, Infomappe über Region, Mini-Kiosk & frisches Brot

Salzwasserpool, Solaranlagen, eigene Trinkwasserherstellung, Yurten

Nach unserem ersten kleinen Campingplatz-Schock machte dieser einzigartige Campingplatz mitten in der Natur der Algarve im Süden Portugals alles wieder gut.

Vorteil: Natur pur, Einsamkeit, wenig Touristen, kleine idyllische Dörfer und… Natur!

Nachteil: Nicht direkt an der Küste gelegen (was wiederum den Vorteil birgt, dass gerade dadurch wenig Touristen den Weg hierher finden), leicht holprige Anfahrt (falls das für euch ein Nachteil ist – für uns war es spaßig)

Wir finden, für die eindeutig überwiegenden Vorteile kann man den etwas weiteren Fahrtweg von ca. 40 Minuten zur Küste (nächster größerer Küstenort ist Albufeira in 30 km) auf sich nehmen.

Außerdem: Wozu braucht man einen Strand, wenn man einen dermaßen geilen Salzwasserpool direkt vor der Zelttür hat?

Salzwasserpool mit phänomenaler Aussicht.

So, genug der Vor- und Nachteile, her mit den Fakten und Infos!

Der kleine, aber feine Campingplatz wird mit viel Liebe von Thea Booijink und Bert Schipper, zwei Niederländern (!), geführt. Vor etlichen Jahren haben die beiden das beinahe brachliegende Grundstück gekauft und über die Jahre zu dieser Oase der Ruhe ausgebaut.

Die ganze Geschichte über die Entstehung des Campingplatzes haben die beiden ausführlich in einem kurzen Buch mit vielen Bildern in der für alle zugänglichen kleinen „Bibliothek“ dokumentiert. Dort findet man übrigens auch andere praktische Bücher über Portugal, die Region allgemein und außerdem auch andere schöne Campingplätze.

Der Platz verfügt über 25 großzügige Stellplätze mit sandig-steinigem Untergrund, teilweise terrassenartig am Hang angeordnet, viele davon mit schattigen Korkeichen. Davon waren bei unserem mehrtägigen Aufenthalt vielleicht zwischenzeitlich maximal 6 belegt. Man hatte immer genug Ruhe und Privatsphäre.

Den Besitzern ist ebendiese Ruhe auch besonders wichtig. Man erhält bei Ankunft ein Heft mit allen wichtigen Informationen und Regeln zum Platz, zur Region und zu interessanten Ausflugszielen.

Wlan gibt es bewusst nur im Rezeptionsbereich.

Regelmäßig veranstalten Thea und Bert abends auf der Terrasse am Pool eine gemütliche Runde mit Getränken, an der die Gäste auf Wunsch teilnehmen können.

Was uns auch auf Anhieb sehr gefallen hat, ist, dass die Besitzer sehr bemüht auf den „ökologischen Fußabdruck“ achten. Es gibt eine eigene Solaranlage und sogar eine eigens gebaute Anlage zur Trinkwasserherstellung. Im Küchenbereich gibt es verschiedene Wasserhähne für jeweils unterschiedliches Wasser (alle gut beschriftet) – trinkbares oder nicht trinkbares Wasser zum Beispiel. Außerdem wird der Müll auf dem Platz getrennt.

An den Küchenbereich angrenzend befindet sich auch das Toiletten- und Duschhaus, was sauberer war, als in so manchem Hotel. Es wurde täglich gereinigt und man konnte immer warm duschen.

Auf dem Campingplatz selbst gibt es Strom auf Wunsch gegen Bezahlung und, was uns besonders gefallen hat, nur kleine Lichter am Boden, die den Weg etwas beleuchten. Ansonsten ist es abends dort sehr dunkel, wodurch es zum Einen ruhig ist und zum Anderen die Sicht auf einen atemberaubenden Sternenhimmel freigibt.

Wer möchte, kann sich für morgens frisches Brot am Vortag bestellen, ebenso bieten Thea und Bert Getränke auf Bestellung an (Kaffee, Saft, Wasser…). Der nächste Supermarkt ist jedoch nur 3,5 km entfernt in São Marcos da Serra. Ein Auto ist jedoch unabdingbar, zumal der Platz auch etwas abseits der Hauptstraßen liegt und nur über eine zum Teil etwas holprige Schotterpiste erreicht wird.

Eingangstor zum Campingplatz.

Fazit: Wir haben diese ländliche Idylle geliebt, morgens nach dem Aufstehen ein paar Runden im kühlen Salzwasserpool drehen mit der herrlichen Aussicht auf die wilde Natur der Algarve frei von Touristen, Städten und Straßenlärm. Man kann dort auch wunderbar Wanderungen unternehmen, da der Platz in einem von Flussläufen durchzogenen Gebiet liegt und viel Natur und Tierarten bietet. Leider waren alle Flussläufe ausgetrocknet, als wir dort im September waren.

Fun fact: Der Name Odelouca stammt vom gleichnamigen Fluss, der in der Nähe des Campingplatzes fließt. Angeblich gab es damals eine maurische Prinzessin, die in einen christlichen Prinzen auf der anderen Seite des Flusses verliebt war. Sie wollte unbedingt ihren Prinzen sehen und so versuchte sie eines Tages, den Fluss zu überqueren, obwohl ihr Vater es ihr untersagt hatte. Der Legende nach fiel sie dabei ins Wasser und ertrank. Als diese Nachricht ihren Vater erreichte, rief er verzweifelt: „Oh, de louca!“ (Oh, so ein Dummkopf!).

2. Quinta do Pomarinho

Ein weitläufiges naturbelassenes Grundstück mitten in der portugiesischen Landschaft.

AUF EINEN BLICK

Preis pro Nacht:      

Anzahl Zeltplätze:          

Services:                           

Besonderheiten:

 

17,00 €

ca. 20

regionale Produkte, Mini-Kiosk, Frühstück, Strom, Infomappe über Region, kostenloses Wlan, Wasserkocher

Solaranlagen, Pool, Waschbrett, manueller Trockner

Weiter ging’s ins wunderschöne Landesinnere von Portugal. Begeistert vom „campismo rural“ – dem Campen auf natürlichen und nachhaltigen Campingplätzen – hatten wir uns noch auf dem vorherigen Platz den nächsten ausgeguckt. Durch Zufall hatten wir dort einen Flyer in der Bibliothek gefunden.

Als wir an der Quinta do Pomarinho ankamen, wussten wir direkt: Hier sind wir richtig! Genauso haben wir uns einen Roadtrip mit Zelt vorgestellt.

Wir fühlten uns, als würden wir auf einem alten Bauernhof übernachten.

Die Quinta do Pomarinho besticht besonders durch ihr naturbelassenes und wildes Grundstück. Ein alter Hof befindet sich im Zentrum des riesigen Grundstücks, das von wild wachsenden Büschen und Korkeichen sowie anderen Obstbäumen durchzogen ist.

Haupthaus mit Toiletten und Empfang.
Unser Zeltplatz zwischen Olivenbäumen.

Das Haus besteht aus mehreren Gebäuden: In einem wohnt die Familie, ein weiteres ist eine Art Gästehaus für Wandergruppen; es kann jedoch auch so angemietet werden. Und dann gibt es noch eine Mischung aus Empfang und Aufenthaltsraum. Dort kann man kalte Getränke aus dem Kühlschrank kaufen, jede Menge Infos und Broschüren über Portugal, die Umgebung und Region sowie Ausflugsmöglichkeiten finden und es werden zudem regionale Produkte wie Eier und Tee angeboten. Wasserkocher gibt es auch zur allgemeinen Benutzung.

Nebenan befinden sich die großzügigen Toiletten und Duschräume. Für mich als „Spinnenfreund“ waren sie eine kleine Mutprobe, aber ansonsten sauber und ordentlich – ich weiß, Spinnen gehören zum Campen halt dazu. Trotzdem … 😀

Auf dem eigentlichen Campingplatz sind Picknicktische und Bänke verteilt und man kann sich quasi überall niederlassen. Die Plätze sind nicht wirklich voneinander abgeteilt, aber es gibt einfach so viel Platz, dass das auch überhaupt nicht stört.

Zudem hatten wir wahnsinniges Glück: Außer uns waren nur noch zwei weitere Zeltende da und die waren am anderen Ende des Grundstücks.

Das einfach Coolste an dem Platz ist, dass er von den Besitzern relativ naturbelassen wurde. Der Besitzer erzählte uns, dass es vor vielen Jahren ein großes Feuer gab, bei dem fast alle Bäume abbrannten, und nun erholt sich die Natur nach und nach. Wir haben uns nicht wie auf einem Campingplatz gefühlt, sondern wie mitten in der Natur. Nachts kamen Wildschweine direkt an unser Zelt (wir hatten zuerst den Zeltnachbarn von gegenüber im Verdacht, so laut zu schnarchen, bis wir merkten, dass da Wildschweine grunzten), es gab Hühner, Hunde und Katzen dort und nachts hatten wir (durch die nicht vorhandene Beleuchtung auf dem Platz an sich) eine phänomenale Aussicht auf den Sternenhimmel.

Der Hof wirkt wie noch vor 100 Jahren: Es gibt einen manuellen Wäschetrockner (oder wie auch immer das Teil heißt, bei dem man nasse Wäsche per Hand hindurchdreht und so auswringt) und ein altes Waschbrett. Auf dem Dach befindet sich eine Solaranlage und es wird ebenfalls viel Wert gelegt auf Nachhaltigkeit und die Nähe zur Natur.

Ach ja... hier kommt noch der tolle Aufenthaltsraum mit allem, was das Camperherz begehrt.

Fun fact: Die Besitzer sind Niederländer. Fanden wir lustig, da ja schon die Besitzer vom ersten Platz Niederländer waren. Sehr sympathische und hilfsbereite Menschen, mit denen wir uns mehrmals sehr nett unterhalten haben.

3. Ericeira Camping

Ist der Strand nicht obermegahammertoll??? Und direkt vor der Tür...

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Preis pro Nacht:      

Anzahl Zeltplätze:          

Services:                           

Besonderheiten:

 

21,00 €

ca. 50

Strom, Wäscherei, Minimarkt, Sportbereiche

eigene Surfschule, direkt am Strand gelegen, Bungalows und Hütten

Nach wundervoll entspannten Tagen auf dem Bauernhof Quinta do Pomarinho wollten wir wieder zur Küste.

Und landeten am Ericeira Camping. Der Campingplatz wirkt auf den ersten Blick relativ groß und hat auch einiges mehr als Zeltplätze zu bieten: Neben den üblichen Stellplätzen gibt es Holzhütten, Bungalows und richtige Ferienappartements zu mieten. Da diese Bereiche jedoch ziemlich vom Zeltbereich abgetrennt sind, fühlten wir uns nicht wie auf einem großen, überlaufenen Dauercamperplatz.

Wir stellten unser Zelt etwas abseits auf einem Stellplatz auf, auf dem auch noch ausreichend Platz war für unser Auto. Jeder Platz ist durch Baumreihen etwas abgetrennt, sodass man sich gut geschützt fühlt – sowohl vor Blicken als auch vor dem recht kühlen Wind, der dort wehte.

Absolutes Highlight: Der Platz ist nur 5 Gehminuten vom Strand von Ericeira entfernt – einem DER Surfspots von Portugal. Als wir durch den Ort schlenderten, bemerkten wir auch ziemlich schnell die Leichtigkeit und der Surfer-Lebensstil, der dort herrschte.

Der Campingplatz an sich bietet zwar nicht viel Außergewöhnliches, dennoch finden wir, dass er in unsere Liste mit Top-Plätzen gehört, da man auch hier ein sehr schönes Zelterlebnis hat. Der Platz war relativ leer, als wir dort übernachteten.

Tipp: Warme Klamotten, denn gerade nachts wird es dort frisch und schattig durch die vielen Bäume (was ein Geschenk im Hochsommer ist).

Wer Bock auf einen Chill-Out-Surfer-Zelt-Urlaub direkt am Strand mit geiler Atmosphäre und Wellen hat, der ist hier goldrichtig. Eine hauseigene Surfschule hat der Platz nämlich auch noch zu bieten.

4. O Tamanco

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Preis pro Nacht:      

Anzahl Zeltplätze:          

Services:                           

Besonderheiten:

 

25,00 €

30

frisches Brot, regionale Produkte, Infomappe, kostenloses Wlan, Waschmaschine, leihbare Kühlschränke, Strom

Bibliothek, Pool, Schaukel (!!), Tube-Camping, Hütten & Yurten, eigenes Restaurant, großer Gemeinschaftsbereich mit Feuerstelle

Weiter an der Küste entlang, landeten wir einen absoluten Volltreffer: O Tamanco war unser Favorit auf der gesamten Reise.

Der nachhaltige Campingplatz hat ein unglaublich tolles Konzept und man merkt, wieviel Liebe und Herzblut die Besitzer (die übrigens überraschenderweise Niederländer sind) in den Aufbau dieses Ortes gesteckt haben.

Der Platz ist vorne durch ein Tor gesichert und es gibt drinnen zwei separate Bereiche: Einen für Dauercamper und Wohnmobile und einen zweiten für Zelte und Autos.

Wir haben uns sofort wie auf einem Abenteuerspielplatz gefühlt. Überall gab es etwas Neues zu entdecken und der Platz gleicht durch viele Pflanzen und Bäume einem Dschungel. Die Stellplätze für Zelte und Autos sind unterschiedlich groß und man kann bei Ankunft je nach Verfügbarkeit auswählen. Auf die kleinsten Plätze passt kein Auto mit drauf. Alle Plätze sind rundherum durch Bambus und andere Gewächse voneinander abgetrennt und können mit oder ohne Strom angemietet werden.

Highlights? Eigentlich ist der ganze Ort voller Highlights, quer über den Platz verteilt. In einem Teil befinden sich Hühner, Kaninchen und andere kleine Tiere, in einer anderen Ecke wachsen selbst angebaute Kräuter, Chilis (von denen wir uns sogar welche zum Kochen pflücken durften) und Gemüse.

Ganz toll fanden wir die Gemüse- und Obstecke: Dort gab es einen Stand mit frischem Gemüse, Obst, Eiern und ähnlichem von lokalen Bauern, die dort zu kleinen Preisen gekauft werden konnten. Direkt daneben konnte man sich Kühlpacks aus einem Kühlschrank nehmen oder direkt einen der kleinen Kühlschränke mieten.

Der "Farmers' Market" mit frischem Obst & Gemüse von lokalen Bauern sowie Kühlpacks.
Das war unser Ausblick, wenn wir morgens aus dem Zelt kletterten. Geht klar, oder?

Wir zelteten quasi direkt gegenüber vom wunderschönen Pool, den wir leider nicht genutzt haben, da es einfach zu kalt war (wir sind Warmduscher!).

Auf dem Platz stehen mehrere alte Bauwagen, in einem befindet sich zum Beispiel eine kleine Bibliothek. Es gibt hohe Schaukeln an alten Bäumen (Abenteuerspielplatz und so…), was das Kind in uns dann endgültig erwachen ließ.

Und dann gibt es da noch das Hauptgebäude, in dem sich neben dem Empfang ein supercooler und gemütlicher Gemeinschaftsraum befindet, ein eigens durch den Besitzer geführtes Restaurant und eine Terrasse mit Grill und Lagerfeuerstelle.

Ach ja, Toiletten und Duschen gibt’s natürlich auch noch.

Toilettenhäusschen mit Duschen.
Bibliothek aus alten Weinkisten mit vielen tollen Büchern in allen Sprachen.

Im Gemeinschaftsraum stehen in zahlreichen alten Wein- und Obstkisten Bücher in allen möglichen Sprachen zum Ausleihen und Tauschen. Ich hoffe, es hat sich jemand über mein Buch und den kleinen Gruß gefreut!

Es gibt dort Wlan und jede Menge Infos über die Region, Portugal und den Platz selbst. Die Besitzer haben eine total originelle Karte des Campingplatzes entworfen zur Orientierung – tolle Idee! Und es gibt ein schönes gebundenes Buch über die Gegend mit tollen Ausflugszielen und Empfehlungen.

Ah, ein Highlight haben wir uns dann doch noch bis zum Schluss aufgehoben: Man kann dort „tubismo“ machen – Camping in Tubes. Das sind diese riesigen Betonrohrteile, die man von Baustellen kennt. Minimalistisch pur. Die Tubes wurden mit Steckdosen und einer Glasfront mit Tür versehen, es gibt ein gemütliches Bett drinnen und draußen einen Tisch und zwei Stühle. Und dieses Vergnügen kann man schon für 2-3 € mehr als für einen Stellplatz haben.

Hätten wir auch sofort gemacht, wenn ein Tube frei gewesen wäre, als wir dort waren.

Also: Dickes Daumen hoch für diesen Zeltplatz – können wir uneingeschränkt empfehlen!

Blumiger Ausblick auf die Terrasse mit Feuerstelle und Picknicktischen.
Die Tubes sind auf dem gesamten Platz verteilt und können angemietet werden. Minimalismus pur!

5. Quinta Valbom

AUF EINEN BLICK

Preis pro Nacht:      

Anzahl Zeltplätze:          

Services:                           

Besonderheiten:

 

23,00 €

30

Strom, Infomappe über Region

Mini-Kiosk, Pool, Frühstück & Abendessen auf Anfrage, keine Autos direkt am Platz, tolle Aussicht (!)

Zu guter Letzt ein herrliches Fleckchen im hohen Norden kurz vor der Grenze zu Spanien.

Die Anfahrt war ein wenig abenteuerlich, da in der bergigen Region im Norden das Navi nicht wirklich funktioniert hat.

Tipp von uns: Fragt die Besitzer vor der Anreise oder schaut direkt auf der Website nach der Wegbeschreibung, die sie dort sehr detailliert aufgeschrieben haben – so kann man sich auch ohne Navi eigentlich nicht verfahren. Wussten wir leider erst, als wir da waren.

Der Platz ist traumhaft an einem Hang gelegen und die Stellplätze sind terrassenförmig angeordnet. Auf den Stellplätzen an sich sind keine Autos erlaubt, das kann man weiter unten am Haus auf einem Parkplatz stehen lassen. Zum Ein- und Ausladen jedoch kann man bis zum Platz fahren.

Überall stehen Obstbäume und durch die Hanglage bietet sich eine fantastische Aussicht auf die Landschaft.

Den Besitzern ist die Ruhe auf dem Platz sehr wichtig und es herrscht eine sehr entspannte Atmosphäre. Am Haus angeschlossen gibt es eine kleine Bar (die vermutlich früher mal ein Weinkeller war), in der man kalte Getränke bestellen kann sowie eine schön angelegte Terrasse, auf der auf Anfrage auch Essen serviert werden kann. Mehrmals die Woche servieren die Besitzer ein Menü für alle, die daran teilnehmen wollen.

Außerdem gibt es einen schönen Pool mit Aussicht (aus irgendeinem unerklärlichen Grund haben wir davon keine Fotos gemacht) sowie saubere Toiletten und Duschen weiter oben am Platz.

Auch hier bekommt man bei Ankunft die übliche Infomappe mit hilfreichem Material über die Gegend und den Campingplatz an sich.

Highlight: Die eben schon erwähnte Aussicht!

Fun fact: Was wäre ein toller Zeltplatz in der Natur Portugals ohne seine niederländischen Besitzer? Genau, es wäre kein toller Campingplatz.

Leider haben wir vom letzten (sehr schönen!) Campingplatz keine Fotos, deshalb gibt es einfach eins aus einem urigen portugiesischen Dorf.

In diesem Sinne: Goede reis! Ach nee, wir waren ja gar nicht in den Niederlanden…

Fazit: Portugal hat eine Menge toller Zeltplätze für den individuellen Reisenden zu bieten, sowohl im Landesinneren als auch an der Küste. Man trifft nur freundliche Menschen und hört beeindruckende Geschichten über ihr Leben und wie sie in Portugal gelandet sind. Unterhaltet euch mit Einheimischen oder dort lebenden Wahlportugiesen, denn sie haben oft die besten Geheimtipps am Start.

Habt ihr noch andere Campingplätze gefunden, von denen ihr denkt, dass die auch unbedingt in unsere Liste gehören? Kleine, nachhaltige Orte inmitten der wunderschönen Natur Portugals? Die Besitzer müssen auch nicht zwingend aus den Niederlanden stammen. Oder wart ihr schon mal auf einem dieser Zeltplätze und möchtet eure Erfahrungen mit uns teilen?

Wir freuen uns über eure Kommentare und Erfahrungen und nehmen auch Tipps und Empfehlungen gerne an. Also, immer her damit!

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